1. Männer: Feuertaufe für die Hüruper Youngster
16.09.2008

SFlensburger Tageblatt (sh:z)Die Gelegenheit war günstig. Nach dem Weggang von sieben Spielern setzt der TSV Hürup in der neuen Saison auf den Nachwuchs. Langfristig gesehen will der Handball-Oberligist wieder eine Spitzenmannschaft aufbauen. Aber schon in dieser Serie erwartet Trainer Peer Christiansen mehr Kontinuität in den Leistungen.

Hürup/pw – Runderneuert startet der TSV Hürup in die neue Saison. „Wir sind nun viel variabler geworden und werden auch nur sehr schwer auszurechnen sein. In der Mannschaft steckt sehr viel Potenzial auch für die kommenden Jahre“, sagte Trainer Peer Christiansen, der in der neuen Spielzeit erstmalig die alleinige Verantwortung für den Handball-Oberligisten tragen wird.

Nach der Berg- und Talfahrt in der Vorsaison, die am Ende mit einem Abrutschen auf Platz neun endete, soll nun auch mehr Kontinuität in die Leistungen des TSV kommen. „In den vergangenen Jahren hatte sich zu viel bei uns automatisiert. Nun haben wir allerdings so viele verschiedene neue Spielertypen bekommen, dass wir auf jede Situation reagieren können“, sagt Christiansen.

An der attraktiven Hüruper Spielweise hat der Umbruch aber nichts geändert. Das Ziel des Trainers heißt: Aus einer aggressiven Abwehr heraus aufs Tempo drücken – über Gegenstoß, zweite Welle und schnelle Mitte.

Das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung lag neben den konditionellen Grundlagen auf der Abstimmung in der neuen Mannschaft. Durch einige Verletzungen verzögerte sich dieser Prozess dann jedoch etwas, Linksaußen Julien Timm (Handbruch) wird dem Oberligisten sogar noch eine Weile fehlen. „Die Mannschaft muss sich erst noch finden und wird sich von Spiel zu Spiel steigern. Es wird aber sicher einige Partien dauern, bis die Räder ineinander greifen“, schätzt Christiansen. Besonders wenn man auf das schwere Auftaktprogramm der Hüruper blickt. „Das wird eine Feuertaufe für die meisten sein. Danach wissen wir, woran wir sind“, ergänzt der TSV-Trainer.

In der vergangenen Saison war die Handball-Oberliga sehr ausgeglichen. Bis auf die Abstiegsränge waren alle Mannschaften dicht beieinander. Peer Christiansen erwartet in dieser Serie jedoch einen anderen Saisonverlauf. MTV Herzhorn, THW Kiel II und eine Überraschungsmannschaft sieht er an der Spitze, dahinter ein breites Mittelfeld. Ob sein Team selbst für die Überraschung sorgt, kann der Hüruper Trainer noch nicht einschätzen: „Wir schauen von Spiel zu Spiel und machen uns überhaupt keinen Druck. Wichtig ist nur, dass wir möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen und uns so in Ruhe entwickeln können.“

Die erste Standortbestimmung und Bewährungsprobe wartet am kommenden Sonnabend. Gegner in der Sporthalle Hürup ist im ersten Punktspiel gleich der große Titelanwärter MTV Herzhorn (17 Uhr).

Der Kader des TSV Hürup

Zugänge: Christoph Krause, Leon Höck (beide A-Jugend SG Flensburg-Handewitt), Björn Hinrichsen (SG Flensburg-Handewitt II), Lennart de Vries (HSG Tarp-Wanderup), Dennis Michaelsen (Bredstedter TSV).

Abgänge: Jan Lienau (DHK Flensburg), Sven Vörtmann, Lewe Kuhn, Björn Tölle (berufl. Gründe), Benjamin Michaelsen, Arne Fanslau (beide SG Oeversee-Jarplund-Weding), Cord Görrisen (Bredstedter TSV).

Kader:

Tor: Aaron Jessen, Björn Hinrichsen, Leon Höck.

Feld: Sven Schmidt, Christoph Krause, Hans-Henning Lorenzen, Dietrich Packhäuser, Nico Brogmus, Dennis Michaelsen, Lewe Samuelsen, Julien Timm, Per Linde, Lennart de Vries, Lars Fischer, Christoph Hahn, Ove Niemann.

Trainer: Peer Christiansen (im zweiten Jahr).

Betreuer: Helmut Penner.

Physiotherapeuten: Stephan Balzar, Leif Lorenzen.

(erschienen im Flensburger Tageblatt vom 16.09.2008)